ein gipfel gehört dir erst, wenn du wieder unten bist – denn vorher gehörst du ihm

… ist ein relativ bekanntes zitat von hans hammerlander.

vor dem 29. august letzten jahres hätte ich gesagt: „so ein schwachsinn, wo man raufkommt, kommt man auch wieder runter!“

auch habe ich meldungen aus dem radio oder der zeitung, dass jemand die bergrettung alarmiert hat, weil er nicht mehr vor und auch nicht mehr zurück kam, belächelt.

aber erst einmal von vorne.

seit längerem bewundere ich bei der fahrt ins almtal diesen markanten, einsamen und zugleich wunderschönen berg der weithin zu sehen ist, aber gleichzeitig fast unbekannt ist.

nach einiger recherche wusste ich zumindest, dass dieser berg den namen „fäustling“, wegen seiner markanten form, trägt und 1.919 meter hoch ist. auch fand ich heraus, dass es keinen markierten weg auf den gipfel gibt, aber zwei unterschiedliche routen dorthin führen. beide sollen nicht ganz einfach zu finden und auch nicht ganz leicht zu begehen sein. irgendwie bin ich dann doch zu einer gps-route für meine uhr gekommen und so stand dem abenteuer fäustling nichts mehr im weg.

kurzerhand einen tag frei genommen und schon gings los. die höhenmeter purzelten nur so vor mich hin und schneller als erwartet stand ich auf gut 1.700 metern und war beeindruckt oder besser gesagt fast erschlagen von dieser wahnsinnig schönen bergkulisse.

doch ab diesem zeitpunkt wurde die orientierung schwieriger und ich bewegte mich mehr und mehr in sehr ausgesetztes gelände. mit mulmigem gefühl durchquerte ich zwei schotterrinnen, deren ende ich gut 700 meter unter mir erahnen konnte. mit jedem schritt wurde mein gefühl „unguter“ und meine füße zittriger. als ich bemerkte dass auch meine hände schwitzig wurden und ich das erste mal bei meinen bergtouren ans abstürzen dachte war mir klar, dass jetzt der richtige zeitpunkt zum umdrehen ist.

als ich wieder sicheren boden unter den füßen hatte, kam mir kurz der gedanke, es doch noch einmal zu versuchen, aber dann fiel mir eben dieses zitat von hans kammerlander ein und ich wusste, dass es an diesem tag einfach nicht sein sollte. irgendwann werde ich diese tour sicher noch mit einer geführten gruppe nachholen, aber an diesem tag war es gut, den fäustling wieder von unten zu betrachten und gesund nach hause zurück zu kehren.

lange rede, kurzer sinn: „passt’s auf euch auf!“

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